The Eternal War auf deutsch. Wenn jemand 10 Jahre lang Civilization II spielt…

Vielleicht habt ihr schon von Lycerius gehört. Er veröffentlichte vor einer Woche, dass er seit 10 Jahren eine Partie des rundenbasierten Strategiespiels Civilization II spielt. Normalerweise dauert ein Spiel ca. 3 bis 10 Stunden. Dabei schildert er genau die aktuelle Lage der Menschheit im anbrechenden 41. Jahrhundert

Das ganze ging jetzt mehrfach durch die englischsprachigen Medien – zuletzt gab es auch Erwähnung bei CNN oder civ2 als trending Topic bei Twitter UK.

Leider gibt es kaum Übersetzungen von Lycerius Aussagen zum Spiel in deutscher Sprache, sondern höchstens indirekte Zitate. Das ganze ist aber so unglaublich genial und verstörend, dass es auch einmal in die deutsche Sprache – sinngerecht – übersetzt werden sollte ;)

Die Welt des 40. Jahrhunderts gleicht einem höllischen Alptraum voller Leiden und Zerstörung

- Drei überlebende Supermächte kämpfen im Jahr 3991 nach duzenden Atomkriegen um die letzten Ressourcen auf einer unbevölkerten und zu Ödland degradierten Erde.

- Die vielen Nuklearschläge haben mehrfach zum Schmelzen der Polkappen geführt und jeder Quadratzentimeter Erdoberfläche hat sich in unnütze Sümpfe verwandelt. Große Flächen sind darüber hinaus radioaktiv verstrahlt.

- Daher sind große Städte längst ein Ding der Vergangenheit. Fast 90% der Weltbevölkerung, die ihr Maximum im 21. Jahrhundert vor den Nuklearkriegen fand, sind durch die Kriege oder der globalen Erwärmung verschuldete Hungersnöte dahingerafft worden. Ingenieure kennen nur noch eine Aufgabe: Das bauen neuer Straßen und Eisenbahntrassen, um mehr und mehr Kriegsmaterial an die Front zu befördern. Doch diese Wege werden meistens schon kurz darauf von Feinden zerstört und es bleibt keine Pause, um sich der Entkontaminierung des versuchten Bodens zu widmen.

- Die drei verbleibenden Supermächte sind die Kelten (gespielt von Lycerius), die Wikinger und die Amerikaner. Alle anderen Nationen der Welt wurden schon früh erobert und in ihre Reiche eingegliedert.

- Jeder kennt den hundertjährigen Krieg. Doch der ist nichts im Vergleich zum tausendsiebenhundertjährigen Krieg! Die verbleibenden Mächte stecken schon seit fast 2000 Jahren in einem unausweichlichen Todesgriff. Jedes Bündnis wird durch Überraschungsangriffe der Wikinger gebrochen, welche meistens sofort zu Nuklearwaffen greifen. Der Protest der Vereinten Nationen beeindruckt schon lange keinen General mehr. In einer solchen Situation scheint die einzige Lösung die Vernichtung der anderen Seite.

- Dank Raketenschilden sind viele Städte sicher vor Atomraketen. Doch diese suchen umso mehr die Truppen auf dem Schlachtfeld und an den Landesgrenzen heim. Allerdings werden auch die Städte ständig von märtyrerischen Spionen heimgesucht, welche Atomwaffen in feindliche Städte schmuggeln und zu oft erfolgreich zünden. Im Normalfall würde jede Nation nach solch einer Aktion sofort mit Krieg reagieren, doch in einer Welt im Dauerkrieg ist das kein Mittel zur Abschreckung mehr.

- Die aktiven Regierungsformen sind der Kommunismus bei den Kelten und Fundamentalismus auf amerikanischer und wikingischer Seite. Eigentlich wollte Lycerius bei der Demokratie bleiben, doch der keltische Senat zog es vor ihn bei Kriegserklärungen zu überstimmen und so musste er jedes mal unter den Erstschlägen der Wikinger leiden. Deswegen wandelte er vor fast 1000 Jahren seine im Angesicht der Herausforderung zerstrittene Demokratie in ein kommunistische Kollektiv um. Nicht alle Menschen finden sich mit dieser Situation ab und so hat er ständig mit Aufständen im Herzen seines Territoriums zu kämpfen.

- Militärisch ist Stagnation eingetreten. Alle Nationen sind seit langem auf gleichem technischen Niveau und es fließt ein konstanter Strom an Nachschub an Panzern und Stealth Bombern an die Fronten. Gigantische Schlachten sind an der Tagesordnung, doch die Fronten bewegen sich kaum. Das bedeutet aber auch, dass alle seine Städte mit der ständigen Waffenproduktion beauftragt sind, um der Masse an Gegnern standzuhalten und so bleibt keine Ressource für die Aufwertung der Städte oder Versorgung ihrer verhungernden Bevölkerung übrig. “Ihr hättet gerne einen Kornspeicher? Schade, aber wir brauchen diesen Panzer. Vielleicht in 20 Jahren…”

- Lycerius Traum ist es die Welt wieder aufzubauen und das Land wieder zu kultivieren, doch er hat keine Aussichten auf Erfolg.

Spannend oder?

Könnte auch der Stoff einer Science Fiction Produktion sein oder? Tatsächlich gibt es mittlerweile auch Unmengen an Fan Fiction und Fan Art zu “The Eternal War”.

Das beste ist allerdings, dass jeder selbst das Save Game laden kann und somit die Möglichkeit hat die Zukunft zu verbessern. Mit etwas Geschick ist es durchaus möglich im Jahr 4050 den Krieg beendet zu haben – durch Unterwerfung aller anderen Nationen. Dabei muss man allerdings sehr planvoll vorgehen und offensichtlich hat Lycerius eher zum Spaß immer mal wieder ein paar Stunden nebenher gespielt. Ich konnte mich nach knapp 60 Jahren zum Weltherrscher ernennen. Die Regeneration der Erde dürfte aber noch gute 300 Jahre benötigen.

[Review] Mari0: Super Mario meets Portal

Ein lang erwartetes Spiel ist da! In Mari0 spielt ihr Super Mario mit einer Portal Gun… Ja es geht kaum epischer! Hab jetzt die ersten Level hinter mir und es rockt unendlich. Ich denke es ist auch ein ganz gutes Spiel für Gelegenheitsspieler – in jedem Fall haben sich die Entwickler viel Mühe gegeben also seht es euch an! Es gibt sogar einen – noch experimentellen – Multiplayer.

Das ganze ist kostenlos und für Windows, Linux und OS X verfügbar!

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[Review] ANNO 2070 Demo

Jo, gerade reingekommen, die Demo von ANNO 2070. Bisher spiele das RTS ANNO immer in der Vergangenheit. Das Spielkonzept st eine “ökonomische” Simulation. Man besiedelt eine aus Inseln bestehende Welt, indem man deren Ressourcen nutzt, um die Bedürfnisse der eigenen Bevölkerung zu stillen. Man kann dann bewundern wie alles organisch wächst und die glückliche Bevölkerung in höhere Klassen aufsteigt. Das ganze jetzt in der Zukunft, ansonsten ändert sich “nichts”…

Optisch ist das ganze sehr schön anzusehen und auch das Setting scheint spannend. In den zwei Missionen die man spielen darf, arbeitet man für den Energieversorger Global Trust und produziert eine Turbine. Ein Vorgesetzter weigert sich gegen einen Test des Bauteils und schon gibt es in Mission 2 dessen überflutete Basis zu retten. Natürlich darf man sich nach getaner Arbeit unter Beobachtung eines Kommissars des Vorstandes über die Stelle des fahrlässig Handelnden freuen.

Öh ja… Diese Stimmung von Zeitdruck, multinationalen Konzernen usw. erzeugt ein schönes futuristisch aber real wirkendes Surrounding und spiegelt sich mehrmals wieder. Oftmals steht einem eine künstliche Intelligenz bei, die auf Siri EVE hört und einem bei den Tutorial-Mission hilft. Auch die ehemaligen Siedler die 1602 noch Bürger werden wollten sind jetzt Arbeiter, die gerne Angestellte wären. Als das Spiel angekündigt wurde, fragte ich mich bereits welche Ressourcen denn die Menschen in der Zukunft glücklich machen. Bisher konnte ich sehen, dass die Menschen in der Zukunft Casinos, Reisschnaps und Fertiggerichte mögen… Klingt nach hohen Gewinnmargen xD

Die Musik ist übrigens auch sehr hübsch geworden – meistens eher ruhige Chöre und anderer Bombast-Stuff. Mir gefällt das :)

So… Was mir nicht gefallen hat: Die Charaktere der Kampagne wirken zu hölzern, da wird z.B. nicht Blizzard-Niveau erreicht. Außerdem fühlt sich das Game noch etwas laggy an, z.B. beim Kamera-Movement und beim Button-Smashing im Interface, das evtl auch ein, zwei Bestandteile zu viel hat.

Gebt euch mal die Demo und seht euch das persönlich an. Sind lustige 30 Minuten Spielzeit.

 

[Review] Tiny Tower

Oh ja, es gibt wieder Spiele mit Herz und Seele! Das letzte Woche erschienene Tiny Tower für iOS gehört definitiv dazu. Ihr managet ein Hochhaus, baut es aus – Stockwerk um Stockwerk – baut Food-Corners und Einzelhändler. Doch dafür braucht ihr natürlich Arbeiter und die Bewohner eures mit viel 8 bit-Charme gesegneten Gebäudes, die Bitizens, sind richtige Individualisten!

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[Comment] Alternativer Vergleich von Minecraft und World Of Warcraft

Auf den ersten Blick scheinen die beiden Spiele nur wenig gemeinsam zu haben: Beide bieten eine große offene Welt und laden zu allerlei Interaktion mit der Umwelt oder anderen Spielern ein – jedes eben auf seine Weise – und, da man in WOW wohl eher zu Schwert und Zauber als zu Spitzhacke und Redstone greifen wird, hat ein Vergleich des Plots bzw. der jeweils Genre spezifischen Gameplay-Elemente oder der Grafik wenig Sinn.

Deswegen kommt hier der ganz neue – extrem emotionale – Vergleich, der sich die Spiele unter Anderem auf psychologischer Ebene etwas genauer ansieht. Meine Behauptung ist, dass Minecraft das bessere WOW ist und zwar in seiner Funktion als Spiel und nicht in seiner Art als Fantasy MMORPG. Das ganze ist möglicherweise nur für Menschen, die beide Spiele gut kennen nachvollziehbar und ich hoffe ihr habt viel Spaß…

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