Caschy bietet an, dass man ein – ihm von Samsung gegebenes – Galaxy S3 erhält, um einen kleinen Test zu schreiben und es anschließend sein Eigen nennen zu dürfen. Ziemlich schicke Sache: Hier kann man mitmachen.

Samsung Galaxy S3 (Press-Release-Foto)
Ich würde den Nachfolger des wohl erfolgreichsten Android-Smartphones sehr gerne testen, denn bei mir ist im Kopf langsam Stillstand eingetreten. Apple-Produkte dominieren quasi jeden von Apple bedienten Bereich und das meiner Meinung nach zu Recht. Hab’ mir mal von Freunden Samsung Galaxy Ace, LG Optimus Black und natürlich das Galaxy S2 ausgeliehen und der Spaß scheiterte einfach immer an der Software. Zu langsam, zu uneinheitlich und optisch oft nicht mein Geschmack.
Dabei wird dann chronisch zu selten erwähnt, dass es beim PC 30 Jahre dauerte, bis neue Features nicht nur von Programmierern alleine bestimmt wurden und wahre Benutzerfreundlichkeit Einzug hielt. Von daher sind Smartphone-Hersteller bei dieser Erkenntnis schon mal um einiges schneller…
Viele Worte wurden in letzter Zeit verloren, um das offensichtliche festzuhalten: Normale User interessieren sich absolut nicht für Specs (außer Megapixelz!!!!!!), sondern nur für Apps, Apps und Apps. Dazu kommt die sehr wichtige gefühlte Bedien-Qualität im Unterbewusstsein, denn was ein “laggy GUI” ist, kann nicht jeder in Worten ausdrücken.
Aber das ist ja jetzt angeblich ganz anders… …in der Samsung-Android-Welt. Über Siri-Like-Features und noch viel mehr soll das neue Galaxy S3 verfügen und – lol – das wurde von den gängigen Techblogs (Ars Technica, TechCrunch und Engadget) wieder nur am Rande erwähnt, der Mehrwert kaum besprochen. Stattdessen scheint es, als ob man unglaublich über das Display enttäuscht war. Das möchte ich mir beides mal ganz genau ansehen. Den Android-Testern fehlt – behaupte ich – oft noch der Blick von der Hardware durch die Software in die tägliche Nutzung über den Browser hinaus…
Und Samsung hat hier Chancen! Vielleicht ist das S-Voice für uns viel interessanter als Siri, welche(s) immer noch nicht weiß, wo Deutschland überhaupt liegt. Gerne würde ich auch mal ein S3 neben einem S2 betreiben und diese Erfahrung dann mit der von iPhone 4 im Vergleich zu iPhone 4S abgleichen. Denn da könnte sich doch wirklich mal eine zuverlässige Upgrade-Linie für Android-User entwickeln. Evtl. gehört die “übertriebene” Fragmentierung von Android dann auch der Vergangenheit an.

Zugriffe verschiedener Android-Geräte auf OpenSignalMaps. Samsung Galaxy S2 dominiert. Der Rest ist quasi nicht erwähnenswert. Ich empfehle euch sehr den mit dem Bild verlinkten Artikel zu lesen. Da dieser auch die klaren Vorteile der Fragmentierung herausstellt.
Das heißt mein Test beschränkt sich absolut nicht auf: “Es ist größer als das iPhone 4S.” Ich will sehen, ob es im Android Bereich endlich einen Hersteller gibt, der verstanden hat wie und auf welche Weise Normalos ihre Smartphones verwenden und vor allem, ob es einfach Spaß macht mit dem Gerät auf täglicher Basis zu arbeiten. Dafür wäre ich sogar bereit die fluffige iCloud wieder zu verlassen und mich ganz auf die Google-, und Samsung-Lösungen einzulassen.